Nacht- und Bereitschaftsdienst

Bearbeitet

Für Nacht- und Bereitschaftsdienste können Betriebe verschiedene Regelungen mit den Mitarbeitern treffen. Wir stellen euch hier die gängigsten Vorgehensweisen vor und zeigen, wie ihr sie in Elisana360 korrekt hinterlegt.


Berechnungsfaktor

Der Mitarbeiter erhält für den Bereitschaftsdienst entweder eine Stundengutschrift oder eine zusätzliche Vergütung. In Elisana360 kann über den Faktor hinterlegt werden, wie jede eingetragene Stunde im Bereitschaftsdienst gezählt werden soll.

Dazu könnt ihr in der Administration > Tätigkeiten zusätzliche Tätigkeiten erstellen und einen individuellen Berechnungsfaktor vergeben. Tätigkeiten müssen nur einmalig erstellt werden und stehen euch dann bei der Planung zur Verfügung.

Mehr Infos zum Erstellen von Tätigkeiten >

Option

Erläuterung

Faktor

Bereitschaftsdienst mit Stundengutschrift

Der Mitarbeiter erhält eine Stundengutschrift für jede geleistete Stunde im Bereitschaftsdienst, die mehr oder weniger als eine Arbeitsstunde gewertet werden kann.

meist zwischen 0,55 und 2

Bereitschaftsdienst über Gehalt

Der Mitarbeiter erhält eine zusätzliche Vergütung für den geleisteten Bereitschaftsdienst. Dafür werden die Arbeitsstunden nicht mehr gezählt.

0


Nachtschicht mit Stundengutschrift

Soll für Nachtschichten ein reduzierter Faktor angewendet werden, kann jede Arbeitsstunde im Stundenkonto beispielsweise nur mit 55 % gezählt werden, was einem Tätigkeitsfaktor von 0,55 entspricht.

Voreinstellung Tätigkeit

Wenn ihr dies einstellen möchtet, öffnet die Administration > Einsatzplanung > Tätigkeiten und erstellt eine Tätigkeit „Nachtschicht" mit dem Faktor 0,55.

Beispiel: Eintragen im Einsatzplan

Tag

Zeitpunkt

Tätigkeit

Tag des Dienstes

bis 22:00 Uhr

Arbeit (Faktor 1)

22:00 – 0:00 Uhr

Nachtschicht (Faktor 0,55)

Folgetag

0:00 Uhr – 8:00 Uhr

Nachtschicht (Faktor 0,55)

💡 Bis 22 Uhr wird die Arbeitszeit voll angerechnet. Ab 22 bis 8 Uhr wird jede Zeitstunde mit dem Tätigkeitsfaktor 0,55 multipliziert, sodass der Mitarbeiter dafür eine entsprechende Stundengutschrift in seinem Stundenkonto erhält.


Bereitschaftsdienst durch Gehalt abgegolten

Auch wenn der Bereitschaftsdienst im Stundenkonto nicht gewertet werden soll, weil er über das Gehalt bezahlt wird, sollte er im Einsatzplan eingetragen werden – für eine vollständige Dokumentation der geleisteten Arbeitszeiten und damit der Mitarbeiter seinen Dienst im Plan einsehen kann.

Voreinstellung Tätigkeit

Wenn ihr dies einstellen möchtet, öffnet die Administration > Einsatzplanung > Tätigkeiten und erstellt eine Tätigkeit „Bereitschaftsdienst bezahlt" mit Faktor 0.

Eintragen im Einsatzplan

Hinterlegt für den gesamten Bereitschaftsdienstzeitraum die Tätigkeit „Bereitschaftsdienst bezahlt". Der Mitarbeiter sieht seine Arbeitszeit im Plan, erhält aber keine Gutschrift im Stundenkonto.


Doppelter Faktor

Einige Betriebe möchten für einzelne oder alle Bereitschaftsdienste die doppelte Stundengutschrift vergeben. Ein Mitarbeiter, der z. B. während eines Bereitschaftsdienstes arbeitet, erhält dann für jede Arbeitsstunde 2 Stunden im Stundenkonto gutgeschrieben.

Wenn ihr dies einstellen möchtet, öffnet die Administration > Einsatzplanung > Tätigkeiten und erstellt eine Tätigkeit „Bereitschaftsdienst 2fach" mit Faktor 2.


Bereitschaftsdienst am Feiertag

Feiertage werden von Elisana360 automatisch für die Mitarbeiter als Abwesenheiten eingetragen. Hat ein Mitarbeiter einen Bereitschaftsdienst an einem Feiertag, geht ihr wie folgt vor:

  1. Öffnet die betreffende Woche in der Planeransicht.

  2. Klickt beim betreffenden Mitarbeiter den Feiertag an, damit der Schichtenmanager geöffnet wird.

  3. Tragt die Arbeitszeiten für den Bereitschaftsdienst ein.

  4. Entfernt anschließend die Feiertags-Anzeige für den Mitarbeiter, damit die Dienststunden auch im Plan angezeigt werden.

💡 Der Mitarbeiter erhält nun die Stundengutschrift für die geleisteten Stunden im Bereitschaftsdienst. Als Feiertagsgutschrift erhält er außerdem die durchschnittlichen Sollstunden für diesen Wochentag bzw. die Sollstunden, die für diesen Wochentag hinterlegt sind. In diesem Fall kann nicht auf die „Stundengutschrift nach geplanten Stunden" zurückgegriffen werden, da die Stunden durch das Eintragen der Bereitschaftsdienstzeiten deutlich verändert werden.